Christoph Strawe
 

   
Christoph Strawe

Prof. Dr. Christoph Strawe

Geboren 1948 in Bonn. Studium der Philosophie und Sozialwissenschaft. Politisches Engagement in der Studentenbewegung. Seit 1989 tätig im «Netzwerk Dreigliederung», Geschäftsführer des Instituts für soziale Gegenwartsfragen. Überregionale Vortrags- und Seminartätigkeit. Professur an der Freien Hochschule Stuttgart (Waldorflehrerseminar). Buchveröffentlichungen, Redakteur der Zeitschrift «Sozialimpulse».

   

Zum Vortrag:
Die Konsumenten als Auftraggeber der Wirtschaft

Die Wirtschaft ist aus dem Ruder gelaufen: Auf Finanzmärkten blüht das Wettgeschäft, während die Befriedigung der Bedürfnisse der Konsumenten weitgehend zu einem blossen Mittel der Profitproduktion geworden ist. Wo Rendite- und Konkurrenzdenken herrschen, sucht man den Konsumenten zugleich zu hofieren und durch Werbung zu manipulieren. So darf sich dieser abwechselnd als König Kunde und als der Gelackmeierte fühlen.

Gegen die geballte Macht der Konzerne ruft er dann nach dem Staat, damit er ihn beschützen und vor umwelt- und gesundheitsschädlichen Produkten bewahren soll. Dass auf diese Weise manches erreicht werden konnte, ist unbestreitbar. Und viel mehr kann gelingen, wenn das Bewusstsein noch mehr um sich greift, dass der mächtigste Konzern in die Knie geht, wenn ihm die Kunden davonlaufen.
Wer einkauft, bezieht nicht bloss fertige Produkte, sondern gibt damit zugleich neue in Auftrag: Auf diese Weise entscheiden wir Konsumenten über Wirtschaft und Zivilisation von morgen! Wir sind daher weit mehr als Schutzobjekte: wir sind als Akteure mit dafür verantwortlich, wie nachhaltig die Ökonomie in Zukunft sein wird und in welchem Masse gerechte Preise und damit Einkommen allen Beteiligten der globalen arbeitsteiligen Wirtschaft erlauben werden, unter menschenwürdigen Bedingungen zu leben.

Das führt hinein in weitergehende Fragen der verantwortlichen Zusammenarbeit der wirtschaftlichen Akteure – Produktion, Handel und organisierte Konsumenten. Wie kann diese Zusammenarbeit entwickelt werden? Welche Rahmenbedingungen braucht sie? Wie sieht die «solidarische Ökonomie» der Zukunft aus und wie kann sie die individuelle und soziale Entwicklung fördern? Um solche Fragen geht es in diesem Beitrag.
Demeter Bio Suisse Coop biopartner Weleda Alternative Bank
 
Konsumenten-Kongress
 
Weitere Mitwirkende
 
Ulrich Thielemann Dr. oek.
Ulrich Thielemann
   
Patrick Hohmann Patrick Hohmann
   
Matthias Wiesmann Matthias Wiesmann
   
   
 
 
 

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